Syrien - Velo-Traumreise

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Syrien

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Syrien



Es wird lange dauern, bis man dieses Land mal wieder so erleben kann, wie wir es
erlebten. Wenn überhaupt jemals...
Seinerzeit bekam man innerhalb weniger Tage ein 30 Tage gültiges Visum. Die Einund
Ausreise aus der Türkei und retour war jeweils in dreißig Minuten erledigt.
Die Straßen befanden sich in gutem Zustand. Den Fahrstil der syrischen Autofahrer
empfanden wir als angenehm.
Besonders in Aleppo fanden wir viele wunderschöne Hotels und Restaurants, oft in
aufwändig restaurierten alten Gebäuden. Die Küche auf dem Lande war eher einfach.
Aleppos Küche dagegen bot einen kurzen Blick ins Paradies. Allein die auf dem Markt
angebotenen Süßspeisen rechtfertigen eine Reise dorthin – zur Not auch per Fahrrad.
Wir genossen dort die arabische Gastfreundschaft. Ein wirklich kultiviertes und
beeindruckendes Volk. Viele Spuren der wechselnden Herrscher der Region könnten
entdeckt werden.
Andere Reiseradler berichteten uns von ähnlichen Erfahrungen mit Polizei und Geheimdienst
im syrischen Kurdengebiet.
Wir wären so gerne noch einmal und dann für längere Zeit durch dieses beeindruckende
Land gereist. Das jetzt weitgehend zerstörte Aleppo war vielleicht die Stadt, die
uns auf unserer Fahrt am meisten beeindruckt hat.
Es tut so weh!
Die Bevölkerung Syriens ist sehr heterogen. Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts lebten
die verschiedenen Richtungen der Christen und Moslems sowie Juden meist friedvoll
zusammen. Mittlerweile sind allerdings die meisten Juden nach Israel ausgewandert,
und man findet durchaus auch einige streng islamische Orte.
Etwa Dreiviertel der Bevölkerung sind sunnitische Muslime. Die Alawiten, ebenfalls
Moslems, stellen zwar nur knapp 10 % der Bevölkerung, bilden aber die herrschende
Elite: Assad, viele Politiker, die meisten Offiziere und auch die wirtschaftlich Mächtigen
gehören dieser Religionsgemeinschaft an. Als kleine Minderheit haben sie viel, wenn
nicht alles, zu verlieren. Das erklärt vielleicht, entschuldigt aber nicht, warum sie so
verbissen und brutal an der Macht festhalten.
Schiiten stellen nur 2 % der Bevölkerung. Die etwa 12 % Christen teilen sich auf noch
mehr verschiedene Glaubensrichtungen als die Muslime auf. Aber die Syrer definieren
sich nicht nur nach ihrer Religionszugehörigkeit, sondern auch nach den vielen verschiedenen
Ethnien. So gibt es neben der arabischen Mehrheit Kurden, Palästinenser,
Armenier, Tscherkessen, Turkmenen, Assyrer, Drusen und viele, viele kleine andere
mehr. Jeder versucht weiterhin, sein eigenes Süppchen zu kochen.
Seit fast fünfzig Jahren beherrscht nun die Baath-Partei Syrien, seit 1970 mit Vater
und Sohn Assad an der Spitze. Mit eiserner Hand und einem enormen Unterdrückungsapparat
regieren sie das Land. Es gab zwar immer mal wieder Aufstände und
Rebellionen. Diese wurden jedoch stets brutal und blutig unterdrückt. Die Gefängnisse
und KZs sind voll mit angeblichen und tatsächlichen Dissidenten.
Die ersten zwei Wochen unseres Aufenthaltes werden wir von keinen staatlichen
Organen belästigt. Das ändert sich, sobald wir den kurdischen Teil Syriens bereisen!
(Dieser Bericht wurde 2011 geschrieben- nicht mehr aktuell)



Dafür historische Bilder- noch keine fünf Jahre alt.


Fotos aus den historischen Zeiten: 2011
https://picasaweb.google.com/104688342366540621241/Syrien




Syrien- Tolle Erfahrungen im "Schurkenstaat":   
http://rad-forum.de/showflat/Number/711785


http://radreise-wiki.de/Syrien





 
 
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